Was Google zu gekauften Bewertungen sagt
Wer Google-Bewertungen kaufen will, findet im Netz Pakete mit Stückpreisen, von einer Bewertung bis zu Hunderten. Die Regel von Google dazu ist kurz: Jede Bewertung muss auf einer echten Erfahrung mit Ihrem Betrieb beruhen.
In seiner Richtlinie für Beiträge auf Google Maps verbietet Google ausdrücklich Rezensionen, „für die direkt oder in Form von Sachleistungen bezahlt wurde“. Gefälschte Beiträge werden laut Google entfernt.
Damit ist auch das Angebot „echte Bewertungen von echten Menschen“ beantwortet. Ein echter Mensch, der Geld bekommt und Ihren Betrieb nie erlebt hat, schreibt trotzdem eine gefälschte Bewertung.
So oft wird das bei Google gesucht, jeden Monat
Nach dem Kauf wird viel öfter gefragt als nach dem Weg zu mehr echten Bewertungen. Dieser Artikel beantwortet beides.
| Suche | pro Monat |
|---|---|
| google bewertungen kaufen | 2.900 |
| bewertungen kaufen | 590 |
| google rezensionen kaufen | 480 |
| google bewertungen kaufen legal | 140 |
| google bewertungen bekommen | 30 |
| mehr google bewertungen bekommen | 20 |
Suchen pro Monat bei Google in Deutschland, Mittel der letzten 12 Monate. Google-Ads-Daten über DataForSEO, abgefragt am 21.10.2026. Kleine Werte rundet Google Ads.
Was Google bei einem Verstoß tun kann
Was bei einem Verstoß passieren kann, beschreibt Google in seiner Hilfe zu Einschränkungen von Unternehmensprofilen. Bevor etwas passiert, bekommen Sie als Inhaber eine E-Mail.
- Die betroffenen Bewertungen werden gelöscht.
- Eine Zeit lang erscheinen keine neuen Bewertungen in Ihrem Profil.
- Ihre bisherigen Bewertungen können eine Zeit lang ausgeblendet werden.
- In Ihrem Profil steht eine Warnung, dass gefälschte Rezensionen entfernt wurden.
Wie lange das dauert, nennt Google nicht. Gegen die Entscheidung können Sie Einspruch einlegen.
Wie viel Google aussortiert, zeigt eine Zahl aus dem Google-Blog vom April 2026: Im Jahr 2025 hat Google nach eigenen Angaben über 292 Millionen Rezensionen blockiert oder entfernt, die gegen die Richtlinien verstießen.
Was das Gesetz sagt
Seit dem 28. Mai 2022 steht es ausdrücklich im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, kurz UWG. Der Anhang des UWG nennt in Nummer 23c „die Übermittlung oder Beauftragung gefälschter Bewertungen oder Empfehlungen von Verbrauchern“, wenn sie dem Verkauf dienen.
Alles, was in diesem Anhang steht, ist gegenüber Verbrauchern „stets unzulässig“, so § 3 Abs. 3 UWG. Es kommt also nicht darauf an, ob die gekaufte Bewertung im Einzelfall jemanden getäuscht hat.
Zeigen Sie Bewertungen auf Ihrer eigenen Website, gilt noch Nummer 23b. Wer dort behauptet, die Bewertungen stammten von echten Kunden, muss das mit angemessenen Maßnahmen geprüft haben.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei einer konkreten Frage zu Ihrem Betrieb hilft ein Anwalt für Wettbewerbsrecht.
Auch verboten: Rabatt, Familie, nur die Zufriedenen
Gekauft wird auch ohne Geld. Drei Wege wirken harmlos, und doch verbietet sie Google in derselben Richtlinie im Abschnitt „Manipulation von Bewertungen“.
Ein Rabatt für die Bewertung
Zehn Prozent beim nächsten Besuch oder ein Kaffee aufs Haus: Google verbietet, „Anreize zu bieten, etwa Zahlungen, Rabatte, kostenlose Produkte und/oder Dienstleistungen“. Das gilt auch, wenn Sie damit einen Kunden bitten, eine schlechte Bewertung zu ändern.
Bewertungen von Familie und Mitarbeitern
Wer bei Ihnen arbeitet oder gearbeitet hat, steht in einem Interessenkonflikt. Google nennt dafür „eine aktuelle oder frühere Beschäftigung“ und ausdrücklich auch „familiäre Beziehungen“.
Nur die Zufriedenen fragen
Naheliegend ist, nur die Kunden zu fragen, bei denen alles glattlief. Auch das steht in der Richtlinie: Verboten ist, „Kundinnen und Kunden gezielt um positive Rezensionen zu bitten“.
So kommen echte Bewertungen dazu
Fragen ist erlaubt. Google erlaubt ausdrücklich, um Beiträge zu bitten, „die einer tatsächlichen Erfahrung entsprechen“, solange Sie nichts dafür geben und keinen Einfluss auf Sterne oder Text nehmen.
Wie das geht, beschreibt Google in seinen Tipps für mehr Rezensionen. Ihre Kunden klicken auf einen Link oder scannen einen QR-Code und landen direkt beim Bewertungsfeld. Zum Schreiben brauchen sie ein Google-Konto, das geht auch mit einer E-Mail-Adresse, die nicht von Gmail ist.
Beantworten Sie jede Bewertung kurz und freundlich, mit Ihrem Namen darunter. Bei Kritik nennen Sie nichts Privates und bieten das Gespräch auf einem anderen Weg an.
Wenn Sie das Fragen nicht selbst einrichten möchten: So bekommen Sie mehr echte Google-Bewertungen mit Bewertungsmanagement.
Wie viele Bewertungen Ihnen fehlen
Bewertungen zählen auch für Ihren Platz in Google Maps. Laut Google gehört ihre Anzahl zur Bekanntheit eines Betriebs, neben der Frage, wie gut der Eintrag zur Suche passt und wie nah Sie sind.
Den Abstand können Sie selbst ermitteln. Suchen Sie in Google Maps nach Ihrer Leistung und Ihrem Ort, so wie Ihre Kunden es tun, und notieren Sie die Bewertungen der ersten drei Einträge.
Ein Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen: Die ersten drei haben im Schnitt 60 Bewertungen, Sie haben 20. Es fehlen also 40, und bei vier neuen im Monat dauert es zehn Monate, bis Sie gleichauf sind.
Für Ihre Branche und Ihren Ort mache ich diesen Vergleich im kostenlosen Sichtbarkeits-Check, zusammen mit fünf weiteren Bereichen von Ihrem Google-Profil bis zur Website.
