Was Google löscht und was nicht
Google entfernt eine Bewertung nur, wenn sie gegen die Richtlinien für Beiträge verstößt. Die Grundregel dort: Jeder Beitrag muss auf einer echten Erfahrung mit Ihrem Betrieb beruhen.
Gute Chancen haben Sie bei diesen Fällen:
- Der Verfasser war nie Ihr Kunde
- Die Bewertung stammt von einem Mitbewerber oder einem früheren Mitarbeiter
- Sie enthält Beleidigungen, Drohungen oder Hassrede
- Sie nennt private Daten, etwa die Handynummer eines Mitarbeiters
- Sie behauptet ohne Beleg eine Straftat
- Sie hat mit Ihrem Betrieb nichts zu tun
Kritik dagegen bleibt. Google schreibt ausdrücklich: „Inhalte, in denen negative Erfahrungen auf respektvolle Art beschrieben werden, sind zulässig.“ Und in der Hilfe zum Melden: „Google schlichtet keine Konflikte zwischen Unternehmen und Kunden.“
So oft wird das bei Google gesucht, jeden Monat
Viele wollen löschen, wenige suchen nach dem Melden. Dabei ist das Melden der Weg, den Google selbst vorsieht.
| Suche | pro Monat |
|---|---|
| google bewertungen löschen | 5.400 |
| google rezension löschen | 2.900 |
| google bewertung löschen lassen | 1.900 |
| negative google bewertung löschen | 320 |
| google bewertung melden | 90 |
Suchen pro Monat bei Google in Deutschland, Mittel der letzten 12 Monate. Google-Ads-Daten über DataForSEO, abgefragt am 27.10.2026. Kleine Werte rundet Google Ads.
So melden Sie eine Bewertung
Melden können Sie jede Bewertung, direkt aus Ihrem Google-Profil oder über das Werkzeug Rezensionen verwalten. Wählen Sie dort „Neue Rezension zum Entfernen melden“, dann die Bewertung und den Grund.
Wählen Sie den Grund, der wirklich passt. Eine Bewertung von jemandem, der nie bei Ihnen war, ist ein anderer Fall als eine Beleidigung, und Google prüft nach dem Grund, den Sie angeben.
Die Prüfung dauert laut Google „in der Regel mehrere Tage“. Den Stand sehen Sie im selben Werkzeug:
- „Entscheidung steht aus“: Google prüft noch
- „Meldung überprüft – kein Richtlinienverstoß“: Die Bewertung bleibt, Sie können einmal Einspruch einlegen
- „Eskaliert“: Google meldet sich per E-Mail
Wenn Google nicht löscht: antworten
Die meisten schlechten Bewertungen bleiben stehen, weil sie eine Meinung zu einer echten Erfahrung sind. Dann ist Ihre Antwort das, was neue Kunden lesen.
Google gibt dafür in seinen Tipps zum Antworten zwei klare Regeln: keine privaten Daten nennen und den Verfasser nicht persönlich angreifen. Und: „Geben Sie Fehler Ihrerseits offen zu“, ohne Verantwortung für Dinge zu übernehmen, die Sie nicht verschuldet haben.
Ein Beispiel für eine Antwort auf eine Bewertung, bei der Sie keinen Auftrag finden: „Wir finden zu Ihrem Namen keinen Termin bei uns und können die Kritik deshalb nicht nachvollziehen. Rufen Sie uns gern an, dann klären wir es.“ Das zeigt neuen Kunden, dass Sie reagieren, ohne den Verfasser anzugreifen.
Wann ein Anwalt helfen kann
Wenn Google nicht löscht und die Bewertung Ihrem Betrieb schadet, kann ein Anwalt prüfen, ob Ihre Rechte verletzt sind. Es kommt vor allem darauf an, ob die Bewertung eine Tatsache behauptet oder eine Meinung sagt.
Eine Meinung darf scharf sein. Der Bundesgerichtshof hat 2022 entschieden, dass eine Bewertung nicht schon deshalb unzulässig ist, weil sie herabsetzend formuliert ist (Urteil vom 28. September 2022, VIII ZR 319/20). „Schlechter Service, nie wieder“ ist eine Meinung.
Eine Tatsache lässt sich prüfen, etwa „Die haben nie zurückgerufen“ oder „Die Rechnung war doppelt so hoch wie vereinbart“. Für ein Hotelbewertungsportal hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass schon Ihre Rüge, der Verfasser sei nie Gast gewesen, das Portal zur Prüfung verpflichtet (Urteil vom 9. August 2022, VI ZR 1244/20). Ob das auf Google genauso übertragbar ist, beurteilt ein Anwalt im Einzelfall.
Google hat für solche Fälle ein eigenes Formular für rechtliche Beschwerden. Google bittet, die Bewertung vorher normal zu melden, und die rechtliche Meldung ist ein eigener Antrag.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei einer Bewertung, die Ihrem Betrieb schadet, hilft ein Anwalt für Medien- oder Äußerungsrecht.
Was Sie lassen sollten
Manche Wege machen es schlimmer.
- Dem Verfasser einen Rabatt oder eine Gutschrift anbieten, wenn er die Bewertung ändert oder löscht
- Freunde bitten, die Bewertung als unangemessen zu melden
- In der Antwort Details zum Auftrag oder zur Person nennen
- Als Ausgleich gute Bewertungen kaufen
Den Rabatt für eine geänderte Bewertung verbietet Google in seinen Richtlinien ausdrücklich. Und was bei gekauften Bewertungen passiert, steht im Ratgeber Google-Bewertungen kaufen.
Neue Bewertungen wiegen mehr als eine alte
Eine schlechte Bewertung unter fünf fällt auf. Unter fünfzig fällt sie kaum ins Gewicht, und für den Platz in der Karte zählen laut Google Anzahl und positive Bewertungen.
Deshalb lohnt die Arbeit an neuen Bewertungen meist mehr als der Kampf um eine alte. Fragen Sie jeden Kunden, mit einem Link oder QR-Code. Wenn Sie das nicht selbst einrichten möchten, hilft Bewertungsmanagement für mehr echte Bewertungen. Löschen gehört nicht zu meiner Arbeit.
Wie viele Bewertungen Ihnen gegenüber den ersten in der Karte fehlen, zeigen Ihnen meine kostenlosen Website-Checks.
