Warum eine eigene Karriereseite
Eine Karriereseite ist der Teil Ihrer Website, auf dem Sie zeigen, wie es sich bei Ihnen arbeitet, mit Ihren offenen Stellen. Die meisten Betriebe suchen schon so: Laut IAB-Stellenerhebung haben Betriebe 2025 bei 70 Prozent der Neueinstellungen über die eigene Website gesucht.
Entscheidend war die eigene Website bei jeder fünften Einstellung, fast so oft wie Jobbörsen. Am häufigsten entschieden persönliche Kontakte, und auch wer über einen Bekannten von Ihnen hört, schaut danach auf Ihre Website.
Wie viele Bewerber in Bielefeld überhaupt eine Seite eines Betriebs finden, zeigen die Suchen auf den Seiten Website für Handwerker und Website für Arztpraxen: fast nur Jobbörsen.
Was Bewerber lesen wollen
Ein Elektroniker oder eine Medizinische Fachangestellte vergleicht Stellen wie Sie Angebote: kurz und am Handy. Schreiben Sie, was ein Bewerber zuerst wissen will.
- Was er bei Ihnen tut, an einem normalen Tag
- Wo, mit wie vielen Kollegen und mit welchem Werkzeug oder Fahrzeug
- Arbeitszeit, Bereitschaft, Überstunden und wie sie ausgeglichen werden
- Lohn oder Gehaltsrahmen
- Wer die Stelle besetzt, mit Foto und Telefonnummer
- Wie es nach der Bewerbung weitergeht
Echte Fotos aus Ihrem Betrieb sagen mehr als jeder Satz über „ein tolles Team“. Ein Foto von der Werkstatt, vom Firmenwagen oder vom Frühstück am Freitag zeigt, wie es bei Ihnen ist.
Lohn oder Gehaltsrahmen nennen
Nur 12 Prozent der Stellenanzeigen in Deutschland enthalten eine Angabe zum Gehalt, so eine Auswertung des Indeed Hiring Lab vom Mai 2026.
Wer den Lohn nennt, steht damit vorn in einer kleinen Gruppe. Eine Spanne reicht, etwa ein Stundenlohn von 18 bis 21 Euro (Beispiel), dazu Zuschläge und was es sonst gibt.
Eine EU-Richtlinie sieht das künftig vor. Nach der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz haben Bewerber ein Recht darauf, das Einstiegsgehalt oder seine Spanne vor dem Vorstellungsgespräch zu erfahren. Deutschland hat sie zum 27. Oktober 2026 noch nicht umgesetzt, die Frist lief laut Richtlinie im Juni 2026 ab (Bundestag, Juli 2026).
Ein kurzer Weg zur Bewerbung
Wer am Handy Ihre Stelle liest, hat selten einen Lebenslauf als PDF dabei. Machen Sie es so einfach wie möglich:
- Eine Telefonnummer, unter der jemand rangeht, mit Uhrzeiten
- Ein kurzes Formular mit Name, Telefon und Beruf
- Lebenslauf und Zeugnisse freiwillig, ein Anschreiben gar nicht
- Eine Antwort innerhalb von zwei Arbeitstagen
Ob Sie ein Anschreiben verlangen, entscheiden Sie selbst, Pflicht ist es nicht. Fragen Sie nur ab, was Sie für das erste Gespräch wirklich brauchen.
Laut Google müssen sich Bewerber über eine Stellenseite auch tatsächlich bewerben können, sonst erscheint sie nicht in der Jobsuche.
Die Stellenanzeige schreiben
Eine Stelle, eine Seite. So verlangt es Google für die Jobsuche, und so findet der Bewerber genau die Stelle, die er gesucht hat.
Der Titel ist der Beruf, so wie Bewerber ihn eintippen: „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“ oder „Medizinische Fachangestellte“, mit dem Ort. Fantasietitel findet niemand.
Der Text spricht alle an. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet nach § 11 AGG Ausschreibungen, die wegen der Gründe aus § 1 AGG benachteiligen, etwa wegen Geschlecht oder Alter. Deshalb steht hinter dem Beruf meist „(m/w/d)“.
Das Ende sagt, was nach der Bewerbung passiert: wer anruft, wann, und ob es einen Probetag gibt.
Wie die Stelle danach in der Jobsuche von Google erscheint, steht im Ratgeber Google for Jobs.
Das ist keine Rechtsberatung.
Wie Bewerber Ihre Seite finden
Eine Karriereseite, die niemand findet, bringt keine Bewerbung. Verlinken Sie sie von der Startseite und aus dem Menü, und nennen Sie sie im Google-Profil und in jeder Anzeige.
Welche Wege sonst noch Bewerber bringen, von Empfehlungen bis zu Anzeigen in sozialen Netzwerken, steht im Ratgeber Mitarbeiter finden im Handwerk.
Auf Wunsch baue ich Ihre Karriereseite als Teil der Website, mit einer Seite je Stelle nach den Vorgaben von Google, und mache Bewerber mit Kampagnen darauf aufmerksam. Wie das für Ihre Branche aussieht, zeigen die Abschnitte „Mitarbeiter finden“ auf den Seiten für Ihre Branche. Wie Ihr Betrieb heute im Netz wirkt, zeigen meine kostenlosen Website-Checks.
